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Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass die Raiffeisenbank Belalp-Simplon an einem ihrer Anlässe dem umstrittenen Nestle-Verwaltungsratpräsidenten Peter Brabeck eine Plattform geboten hat. Auf ihrer Homepage heben sie Ihre Vision von einfachen Worten und ehrlichen Werten hervor und geben sich als bodenständige Genossenschaftsbank.

Als Gewerkschaftsjugend, als Organisation in deren Zentrum auch die Menschenrechte stehen und in Anbetracht der Tatsache, dass Nestle International besonders gewerkschaftsfeindlich operiert, sehen wir es als unsere Pflicht, Sie auf die Schattenseiten und die Machenschaften von Nestle SA, aufmerksam zu machen.

Hierfür ein kurzer Querschnitt:

  • Nestle liess die globalisierungskritische Gruppe attac infiltrieren und ausspionieren. Zwei Agentinnen von Securitas, nahmen im Auftrag von Nestle regelmässig an Sitzungen teil und berichteten der Direktion fleissig über Teilnehmer, geplante Aktionen und Kampagnen im Zusammenhang mit Nestle.
  • In Kolumbien versuchte Nestle die Gründung der Branchengewerkschaft SINTRAIL zu verhindern. Regelmässig werden Gewerkschafter von Paramilitärs ermordet. Ein direkter Zusammenhang zu Nestle konnte nie nachgewiesen werden, es ist jedoch auffällig, dass diese Morde immer einen Zusammenhang mit geführten Arbeitskonflikten hatten.
  • Nestle setzte 2009 in Indien ein Dauerverbot für sämtliche gewerkschaftlichen Zusammenkünfte, Versammlungen und Demonstrationen in einem  200 Meter breiten Umkreis ihrer Fabriken durch.

923 Millionen Menschen waren im Jahr 2007 unterernährt, das sind 80 Millionen mehr als noch im Jahr 1992. Das macht die Erreichung des Ziels bis 2015 die Anzahl der Hungernden auf 420 Millionen zu senken, ausserordentlich schwierig. FAO 2008

Dem gegenüber gestellt, sagt Peter Brabeck im Film „We Feed the World“:

„…ich sehe absolut keinen Grund, warum wir nicht positiv in die Zukunft blicken können. Wir hatten noch nie so viel Geld,…“

Nestle SA, allen voran Peter Brabeck, verfolgen eine globale Politik der totalen Privatisierung vom Wasser, welches eine der wichtigsten Lebensgrundlagen für die Menschen ist. Dies zugunsten des maximalen Profites. Vorab in der dritten Welt, wo die Menschen oftmals weniger als 1 Dollar pro Tag zum Überleben haben.

Kurzum es ist für uns nicht nachvollziehbar, wieso eine bodenständige und volksnahe Bank wie die Raiffeisen Belalp-Simplon bei der Verbreitung einer menschenfeindlichen Wirtschaftspolitik mithilft, welche es zu verantworten hat, dass täglich tausende Menschen durch den Hunger in den Tod getrieben werden.

Wir halten Sie an, sich in der Öffentlichkeit von dieser menschenfeindlichen Wirtschaftspolitik in aller Form zu distanzieren.

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  • am 2. Februar 2019 16:00